Uf da Berga ischt mi Leaba

Mit der Melodie dieses altbekannten Vorarlberger Volksliedes auf den Lippen verließen die Besucher des Konzerts des Musikvereins Gisingen Sonntagabend gut gelaunt das Montforthaus. Zuvor gab es Virtuoses zu hören, Lustiges zu erleben und Interessantes zu sehen. Doch immer schön der Reihe nach.

Der Musikverein Gisingen unter der Leitung von Kapellmeister Werner Loacker glänzte im ersten Konzertteil vor allem mit der gelungenen Interpretation des „Zauberers von Oz“, der Musik zum weltberühmten Märchen von Lyman Frank Baum. Weniger bekannt, dafür umso rasanter, die Tenorhornpolka „Großvaters Uhr“ – großartig dargeboten von Jürgen Biedermann, der sich hörbar seiner reichen Erfahrung aus vielen Jahren Tanzmusik bediente. Herbert Wehinger dagegen beeindruckte mit ganz anderen Leistungen – für 25 Jahre engagierter Mitgliedschaft beim Musikverein Gisingen wurde er von Bezirksobmann Manfred Scheriau mit dem Silbernen Ehrenzeichen des Vorarlberger Blasmusikverbandes gewürdigt.

Frech-witzig-ungestüm wie immer die Jugendkapelle: Der Betrachter fragt sich zurecht, wie es Jugendkapellmeisterin Gabriele Müller immer wieder gelingt, diesen quirligen Haufen zu einem wohlklingenden Orchester zu formen. Doch nicht nur das – die Darbietung wurde sogar mit einer eigenen Choreographie umrahmt. Quirlig in anderer Hinsicht – Moderator Martin Spalt mit seiner unverwechselbaren Art, locker durch das Konzert zu führen. Und locker ging es dann auch in den zweiten Konzertteil, wo vor allem die schier unglaubliche Fingerfertigkeit von Andreas Schelling bei der „Teufelsklarinette“ Beifallsstürme auslöste. Der angenehme Konzertnachmittag fand mit dem eingangs erwähnten „Uf da Berga“ ein (viel-)stimmiges Ende – gemeinsam mit den Besuchern wurde der Refrain angestimmt.